Männer lieben Bitcoins und Blockchain

Männer lieben Bitcoins und Blockchain

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Im Namen von Bitcoin Bázis besuchte ich letztens die Blockshow 2017 in München. Bitcoin Bázis ist ein Online-Magazin, das  im Sommer 2016 ins Leben gerufen wurde, um  die Leser in Ungarn mit allen Informationen und Neuigkeiten aus der Welt der Bitcoins und Blockchain zu versorgen. Was mehr als interessant für mich war, dass unter den Besuchern fast ausschließlich Männer anwesend waren. Warum ist das so? Interessieren sich Frauen nicht dafür? Das weiß ich leider nicht, aber den funkelnden Augen der Männer konnte ich ihre Liebe zur neuen Technologie bestens sehen. Hier fasse ich lediglich meinen persönlichen Eindruck der Show zusammen.

Die Blockshow fand in der Alten Kongresshalle statt und durch „The Cointelegraph“ in Kooperation mit BlockPay und nexussquared in Leben veranstaltet. Während des 12-stündigen Programms hatte ich die Gelegenheit mit vielen Celebrities der Blockchain-Szene Gespräche und auch Interviews für Bitcoin Bázis zu führen. Außerdem dokumentierte ich zeitgleich das ganze Geschehen mit Fotos für die Bitcoin Bázis-Follower auf Instagram und Facebook. Hier das Ganze bei Bitcoin Bázis.

Das Programm war bunt gemischt. Neben eines vollen Programmes auf der Showbühne, gab es auch diverse Informationsstände, die viele Besucher mit Süßigkeiten und kleinen Souvenirs zu sich lockten.

Die Blockshow

Die Blockshow begann um 8 Uhr mit der Registrierung und einem Frühstück. Jeder Besucher bekam zuerst einen Schlüsselanhänger mit einer Visitenkarte, auf dem der Name, die Organisation und die Funktion der Person verzeichnet waren. Außerdem erhielten die Gäste das Programmheft mit einem Jutebeutel. Nach der Registrierung sahen sich alle Besucher mit ihren Beuteln um eine Schulter, ihren Anhängern um den Hals und einer Tasse in der rechten und einem belegten Brötchen in der linken Hand sehr ähnlich, die wie die Ameisen in die Kongresshalle eilten. Das Programm war sehr straff. Neben bekannten Sprechern, nahmen auch Blockchain Start-ups eine Rolle ein.

Bevor die Blockshow begann, gab Marco Favia (Head of Blockchain Business Board) im zweiten Stock den Besucher einen Eingangsvortrag darüber, wie jeder mit Blockchain verschiedene Möglichkeiten in dieser neuen Technologie entdecken könne. Schließlich habe jeder Mensch neue Visionen, die nur noch aufgebaut werden müssen. Mit der Blockchain Technologie sei die Realisierung möglich.

Nachdem jeder Besucher seinen Kaffee und sein Brötchen gegessen hatte, fing die Show an. Um 9 Uhr eröffneten Elizabeth Lumley (Managing Director of Rainmaking) und Addy Crezee (CEO at Cointelegraph Events) die erwartete Blockshow. In ihrem Eingangsvortrag betonten sie, dass diese Show nicht nur eine Konferenz über Blockchain sei, sondern viel mehr. Die Wichtigkeit der immer größer werdenden Community, das wachsende Interesse internationaler Unternehmen und die Connection untereinander wurden deutlich zur Sprache gebracht.

Endlich kam dann nach der Eröffnung die „Bitcoin-Berühmtheit“ Charlie Shrem auf die Bühne und lockerte die Besucher mit Witzen auf und gab seine Sicht, seine Gedanken über die verschiedenen Aspekte der Bitcoin Industrie preis. Nach einer kleinen Verzögerung im Programm, in der Elizabeth Lumley die Zuhörer versuchte zu unterhalten, fing der erste Part der Blockchain Vorträge an.

Charlie Shrem

Ich hörte mir die ersten drei Vorträge von François Sonnet (Co-founder Global SolarChange UG Co-founder ElectriCChain), von Matej Michalko (Founder and Ceo at DECENT) und Mika Lammi (Head of IoT Business Development at Kouvola Innovation Oy) an und dokumentierte sie mit Videos und Fotos. Zusammenfassend über diese drei Vorträge kann ich festhalten, dass die verschiedenen Blockchain Solutions diverse Sektoren mittlerweile enorm beeinflussen und auch verändern.

Die darauf folgende Panel-Diskussion ließ ich ausfallen und trieb mich von einem Infostand zum nächsten herum. Das Schöne dabei war, dass die Besucher überall Goodies, wie z.B. Sticker, Tassen, Kugelschreiber, Blöcke, Bücher, Feuerzeuge, Flaschenöffner und Infohefte gratis erhielten.

Nach der Tour musste ich mich hinsetzen. Dabei war nur noch ein Platz am letzten Tisch der Halle frei, an dem sich zwei Männer unterhielten. So wie der Zufall es will, saß ich genau neben Alexander Ivanov (Founder and CEO at Waves). Ich hatte vorher von Bitcoin Bázis eine Liste mit Namen bekommen, mit denen ich Interviews für das Online Magazin führen sollte. Und so konnte ich ein Häckchen hinter dem ersten Namen machen. Alexander war sehr nett und offen für ein spontanes Interview. Waves ist eine dezentralisierte Blockchain-Plattform und wurde mit der Intention gegründet, Blockchain orientierte Crowdfundings durchzuführen. Hier geht es zum Interview.

Alexander Ivanov

Nach fast vier Stunden Zuhören, Mitschreiben, Fotografieren, Posten und Informieren kam der langersehnte Lunch Break. Alle Besucher stürmten sich auf das Buffet, um sich mit dem Chicken Curry, Reis, Kartoffelsalat, Nudeln und Frikadellen für die nächsten Stunden zu stärken.

Zufrieden und mit vollem Magen konnte die Show dann weitergehen. Ich drängt mich bis zum Infostand von Lykke (The Future of Financial Market) durch. Mein nächster Interviewpartner sollte Anton Golup (Co-Founder) von Lykke sein. Doch dieser war so sehr in ein intensives Gespräch verwickelt, dass sich sein Partner Yiannis Menelaou (GM) die Zeit für mich und meine Fragen nahm. Für mich war die durch Lykke entwickelte elektronische Geldbörse faszinierend, so dass jeder sein Geld in verschiedenen Währungen jederzeit griffbereit hat, ohne dabei auf eine Bank oder Wechselstube angewiesen zu sein. Hier geht es zum Interview.

Lykke

Nach diesem gesprächsfreudigen Interview ließ ich mich an der Fotowand des Cointelegraph und mit dem Bitcoin-Maskottchen abblitzen. Schließlich muss ein bisschen Spaß sein.

Zufällig lernte ich in dieser Ablenkphase Marina Guryeva von Cyber.Fund kennen. Eine der wenigen Frauen, die hier auf der Blockshow anwesend war und sich einen Namen in dieser Szene gemacht hat. Sie erzählte mir von dem neuen Satoshi.Fund, der sich mittlerweile zu einem der sichersten, einfachsten und effektivsten Plattformen entwickelt hat, bei dem man bedenkenlos investieren kann. Hier geht es zum Interview. 

Um 13.00 Uhr wollte ich auf keinen Fall den Vortrag von Marc Ablay (Product manager at Blockchain Consulting) über das Thema „Blockchain the Trust Machine?“ verpassen. Können wir der dezentralisierten Technologie vertrauen? Ablay lieferte fundierte Argumente dafür und überzeugte mit seiner Sicherheit.

Anschließend folgte als Sprecher Philipp Krömer (Commerzbank Corporate Clients Blockchain Lab), der als Vertreter einer Bank über das Blockchain Ecosystem sprach. Er erzählte über die Erfahrungen der letzten drei Jahre, die die Commerzbank in diesem System machte und betonte, dass eine rasche Entwicklung stattfindet und das Blockchain das Banking und das Gesetz in der Zukunft wird.

Man kann nicht nur immer Vorträge hören. Somit machte ich mich auf den Weg Marko Kobal (NiceHash). Er erzählte mir, wie sich sein Unternehmen funktioniert und wie er die Zukunft der Blockchain-Industrie sieht. Hier geht es zum Interview. 

Marko Kobal

Mit Marina Guryeva (BizDev at Cyber.Fund) hatte ich bereits ein Kurzinterview geführt. Die einzige Frau, die einen Vortrag hier auf der Blockshow hielt, wollte ich nicht verpassen. Den wichtigsten Satz „Blockchains are the next Internet“ wiederholte sie wie alle anderen Sprecher und wies darauf hin, dass die Zeit für das Investieren sehr attraktiv ist.

Marina Guryeva

Anschließend hatte ich einen Interview Termin mit Máte Lóga (The Central Bank of Hungary), dem einzigen Vertreter aus Ungarn. Doch leider war er nicht bereit ein Interview zu geben, da ihm die Genehmigung eines ungarischen Gouverneurs fehlte und er seinen Job nicht verlieren wollte.

Der Blockchain Gewinner

Kurz vor sechs sollten dann die Gewinner der Startups bekannt gegeben und die sogenannten Blockchain Oscars vergeben werden. Der erste Platz ging an das deutsche Unternehmen Etherisc, der durch Stephan Karpischek (Co-founder, CEO) vertreten wurde. Etherisc entwickelt dezentralisierte Versicherungen. Genauere Informationen über Etherisc und über seine Freude des Gewinns erfuhr ich in einem spontanen anschließenden Gespräch. Hier geht es zum Interview.

Stephan Karpischek

Die Blockshow sollte auch nach acht Uhr in einem bayrischen Bierkeller weitergehen, aber nach zehn Stunden bloggen war ich einfach zu müde dafür. Ich aß am Ende noch zwei Miniburger, nahm meine Goodie-Bags mit lauter kleinen Souvenirs und verließ mit tausend Informationen aus der Welt der Bitcoins und Blockchains die Kongresshalle.

Ich liebe den Bitcoin auch.

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